Mensbeschwerden
Viele Patientinnen kommen zur Therapie mit Mensbeschwerden. Angefangen über Kreuz- & Bauchschmerzen, Brustempfindlichkeit, Kopfweh, Müdigkeit, schwere Beine, emotionale Schwankungen und denken das dies zum Zyklus dazu gehört. Man kennt das ja nicht anders. Frauenärzte gehen auf dieses Thema selten ein oder verschreiben Medikamente. Die chinesische Medizin hingegen geht auf die Symptome ein und reguliert den Energie- Fluss. Eine Zykluslänge beträgt ca. 28 Tage. Davon wird die erste Hälfte eher dem Yin und die zweite Hälfte eher dem Yang zugeordnet. Das chin. System setzt Yin mit dem
weiblichen und Yang mit dem männlichen Prinzip gleich. Das Weibliche hat also v.a. die Aufgabe
das Yang zu ernähren, das männliche hat den dynamischen Aspekt,
der das Yin bewegt. Zum Yin wird das Blut (Xue) als
energetischer Faktor, zum Yang das Qi als die Energie gezählt. Wenn nun die Frau während der Periode
materielles Blut verliert, wird die weibliche Energie (Yin & Xue)
weniger. Deshalb ist es wichtig in der ersten Zyklushälfte diese wieder
aufzufüllen. Sinkt diese nämlich zu stark ab, entsteht z.B. Müdigkeit,
Kopfweh, Sehschwäche etc. In der zweiten Zyklushälfte muss das
Yang & Qi genug Wärme und Dynamik bereitstellen, damit die Mens
reibungslos verläuft. Ansonsten kann z.B. ein Qi- Stau entstehen der dann das Blut behindert, damit es fliessen kann. Ergo es entsteht Schmerz. Die Skizze unten zeigt eine vereinfachte
Darstellung wie eine Frau selber ihren Zyklus unterstützen kann.
Selbstverständlich gibt es verschiedene Therapieansätze, da jeder ein
Individuum ist.
j
Massage gut. Bewegung gut. Ev. Wärme für Füsse, Rücken und
Bauch.
Vermehrt zu sich nehmen: Sellerie, Aubergine, Cashenüsse,
Schafgarbentee. k
Viel Ruhe und Erholung, Mittagsschlaf. Aufbau durch
Akupunktur und viszerale Osteopathie. Vermehrt zu
sich nehmen: Rotes Fleisch, Poulet, Leber, Randensalat, Datteln,
Haferflocken und Hühnersuppe. (siehe Rezept) l
„Langsam in die Gänge kommen.“ Sehnen & Muskeln dehnen.
Bei vorherrschender Kälte warme Bäder. Massage gut. Keine
kalte Nahrung & Getränke! Vermehrt zu sich nehmen: Geschmortes wie z.B. Lammgulasch, Lorbeer, Rosmarin, Paprika, Baumnüsse, Fenchel, grüne Bohnen, Kartoffeln, Lauch, Gerste und Fleischsuppe. (siehe Rezept) m Körperlich aktiv sein. Putzen J, Schreien. Akupunktur für PMS (prämenstruelles Syndrom) oder Massage.
Vermehrt zu sich nehmen: Kohlrabi, Kreuzkümmel, Oregano, Thymjan,
Kurkuma, Safran,
Chilli, Zimt, Johanniskrauttee, Kamillentee.
Schlusswort: Es ist also wichtig den Zyklus zu regulieren, damit dieser rhythmisch und im Einklang von Yin & Yang verläuft. Auch ist entscheidend, wie sie Essen und was sie denken. Den Emotionen freien Lauf zu lassen, müssen Frauen noch lernen. Anhang: Dauert der Zyklus jeweils weniger als 23 Tage oder mehr als 33 Tage oder die Mens ist sehr schwach oder zu stark und ev. mit Klumpen durchsetzt, wäre auch hier eine Regulation angezeigt. Aber dies wäre dann ein neues Kapitel.
© Gabi Natazzi Praxis San Bao 28.10.2008 > www.san-bao.ch
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